|
ABSINTH-LESUNG
|
|||
![]() |
|||
Was ist dran am Mythos Absinth? Die Grüne Fee, das smaragdfarbene Elixier aus vergangenen Tagen, erlebt in den letzten Jahren eine erneute Renaissance. Im Dunstkreis der Grünen Fee traf man früher die Boheme, Künstler und Menschen die dieser Zwischenwelt zugeneigt waren. An dieser Vorstellung hat sich bis heute wenig verändert. Das Getränk ist nach längerem gesetzlichem Verbot aus dem Jahre 1923 erst seit den 90er Jahren wieder in Deutschland und vielen EU Ländern erhältlich. Gerade seit der Zwangsabstinenz ist der Klassiker populärer denn je und vor allem in bestimmten Kreisen wie Szene-Bars und Clubs äußerst beliebt. Man sucht oft gezielt die Nähe zum Anrüchigen, zum verruchten Ambiente. Der grüne Trank lässt die Exzesse der Vergangenheit aufblitzen. Das Spiel mit dem Obskuren und dem Zwielichtigen ist es, was den Reiz ausmacht. Auch hatte dieses besondere Getränk schon immer Einfluss auf Künstler und inspirierte egal ob durch Konsum oder kreative Auseinandersetzung mit dem anregenden Grün. Es gibt unzählige Halbwahrheiten und Legenden. Eine solche besagt, dass sich Van Gogh sein Ohr im Absinth-Rausch abgeschnitten hätte. Dies ist weder belegt noch ist das Gegenteil auszuschließen. Aber was hat Absinth mit Literatur zu tun? Die Geschichte nennt eine Vielzahl von Autoren, die dem hochprozentigen Grün nicht abgeneigt waren. Dazu zählen unter anderem: Oscar Wilde, Ernest Hemingway, Aleister Crowley, Paul Marie Verlaine, Arthur Rimbaud und Charles Baudelaire. Die Absinth-Lesung zwischen Wahn und Wirklichkeit ist ein Spiel mit der Legende, mit dem Unergründeten und dem Mystischen. Welche Geschichten sind wahr und was ist Fiktion? Warum ist Absinth bis heute eine ungewöhnliche Spirituose geblieben? Was wissen wir über die Wirkung des Absinths und was bilden wir uns bloß ein? Michael Bammes begrüßt die Gäste in der grünen Zwischenwelt. |
![]() |
||
|
|
|
||